VTI-Besichtigungen in Wülfrath: Firma Rheinkalk GmbH und Führung durch den Zeittunnel am 20.05.2010

 

Wenn der Tank leer ist, fährt auch kein Bus!

Dieser Tag begann mit ca 1 ½ Std. zusätzlicher und nicht erwarteter „Freizeit“. Denn um diesen Zeitraum verzögerte sich die Abfahrt aus Solingen. Der Grund: siehe Überschrift!

Dadurch hatten wir keine Möglichkeiten mehr, in einem Vortrag über die Fa. Rheinkalk, die im größten Kalksteingebiet Europas abbaut, informiert zu werden. Unsere Fragen wurden aber vor Ort im Steinbruch sehr gut beantwortet.

Auch die Sprengmeister im Steinbruch durften ein paar Minuten Zusatzpause einlegen, denn auf unsere Ankunft dort – jetzt ausgerüstet mit Sicherheitshelm- und brille - wurde gewartet: aus einer 20m hohen Wand wurde der Tagesbedarf von rund 12.000 t Kalkstein mit gewaltigem Donner und schnell abziehender Staubwolke abgesprengt. Der Steinbruch ist ein riesiges Loch, in dem bis ca 300m Tiefe der Kalkstein abgebaut werden kann – im Augenblick bis rund 150m - , in dem man völlig die Größen- und Entfernungsrelationen verliert. Bis fast nach unten fuhren wir und hatten die Möglichkeit, Andenkensteine zu suchen.

Nach Zerkleinerung (sehr laut, deshalb haben wir diesen Teil ausgelassen) und Brennen (imponierende, 90m lange, rotierende Öfen) kommt der hochwertige Kalkstein  vor allem der chemischen Industrie zugute. Für Straßenbau wird nur ein ganz kleiner Teil verwendet, der auch nicht so „wertvoll“ ist.

Kalk, Kalkstein und Dolomit werden in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt, um den Säuregehalt im Boden zu verringern und ihm Nährstoffe wie Magnesium und Calcium zuzuführen. Kalk wird aber auch in der chemischen Industrie, in der Glasindustrie, in der Bauindustrie, im Straßenbau und zum Filtern von Industrierauchgasen benötigt.

Nähere Informationen finden sich auf vielen Internetseiten, hier nur einige:

www.rheinkalk.de

www.wer-zu-wem.de/firma/rheinkalk.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinkalk

http://www.rheinkalk-kdi.de/

 

Zum Mittagessen ins „Haus Poock“ in Gruiten kamen wir ebenfalls mit ein wenig Zeitverzug. Aber Dank der VTI-üblichen Organisation standen die vorbestellten Essen sehr schnell vor den hungrigen Mägen. 

Die Führung durch den Wülfrather „Zeittunnel“ ist ein unglaubliches Erlebnis für jeden, der sich für die Geschichte unserer Erde interessiert:

400 Millionen Jahre Erdgeschichte werden auf 160m Distanz dargestellt, nämlich in

einem alten Abbautunnel des Kalksteinbruchs Bochumer Bruch. Am Ende des Tunnels befindet man sich auf einer Aussichtsplattform 50m über dem alten Steinbruch.

Auch hier sind für Interessenten im Internet zahlreiche Seiten zu finden:

www.wuelfrath.net/kultur-tourismus/museen-ausstellungen/zeittunnel/

http://www.kalk.de/292.html

http://allgemeine-geologie.suite101.de/article.cfm/zeittunnel_wuelfrath

http://www.sternwarte-solingen.de/Veranstaltungen/Orte/Zeittunnel-Wuelfrath

 

In vielerlei Hinsicht „gesättigt“ beendeten wir diesen Tag am frühen Abend in Solingen.

Ach, Eines noch: Muss erwähnt werden, dass an diesem Tag VTI-Wetter herrschte?

Organisator: Jürgen Stamm

Fotos: Ulrich Stieghorst (Steinbruch)