VTI-Fahrt nach Ludwigshafen

Besichtigung der BASF inkl. Ammoniak-Anlage

und der Fa. EURA MOBIL Reisemobile

 

41 reiselustige VTI-Mitglieder und Gäste bestiegen am Sonntagmorgen, den 21. Oktober 2012 an der Klingenhalle und am Reisebushalt in Ohligs den Neoplan-Starliner (5-Sterne-Bus) von Wiedenhoff-Reisen. Am Steuer begrüßten wir wieder einmal Herrn Makossa – für die nächsten drei Tage fühlten wir uns bei ihm in besten Händen.

 

Auf der Autobahn ging es zunächst nach Süden Richtung Koblenz bis Mendig. Dort erwartete uns das Deutsche Vulkanmuseum, der Lava-Dome, ein 2005 eröffnetes Museum, das den Vulkanismus um den Laacher See-Vulkan darstellt. Nach kurzer Begrüßung durch Herrn Flesch ging es ins Land der Vulkane, einer atemberaubenden Show. Vorgeführt wurden zwei große Vulkanausbrüche. Vor ca. 200.000 Jahren floss ein mächtiger Lavastrom aus dem Wingertsberg-Vulkan dort hin, wo heute Mendig liegt. Noch katastrophaler war die Explosion des Laacher See-Vulkans vor etwa 12.900 Jahren. Dicke Schichten von Bims und Asche bedeckten große Teile der Eifel. Man ist fast live dabei, wenn der Vulkan Rauch und Feuer spuckt, wenn einem die glühende Lava vor die Füße fließt und einem die Lavabrocken um die Ohren fliegen. Es knallt, es bebt die Erde und man fühlt den Sturm der pyroklastischen Wolken – nichts für schwache Nerven. Im Rundkino eine Etage höher erlebte man in einer fiktiven TV-Nachrichtensendung, wie es heute bei einem Ausbruch des Laacher See-Vulkans zugehen würde – man hielt förmlich den Atem an, denn große Teile unseres Landes bis hinein in unsere Nachbarländer wären betroffen – es dauerte etwas, bis man wieder in die Realität zurückfand.

 

Noch immer nachdenklich gingen wir die kurze Strecke hinüber zum Eingang des Lavakellers. Dort bekamen wir einen Helm auf und wenn gewünscht eine wasserdichte Jacke an. Dann stiegen wir über viele Stufen (oder mit dem Aufzug) hinab in die Mendiger Unterwelt. Die historischen Felsenkeller sind über viele Jahre von Menschenhand entstanden. In 32 m Tiefe unter einer dicken Bimssteinschicht befindet sich ein Labyrinth von Gängen und Kellerräumen, zusammen fast die Fläche von 3 km² oder von über 300 Fußballfeldern. Durch viele Stollen und Schächte bauten die Mendiger die wertvolle schwarze Basaltlava ab. Die dabei entstandenen Felsenkeller wurden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wegen der gleichbleibenden Temperatur von 6 – 9 Grad von 28 Brauereien zur Lagerung von Bier genutzt. Erst die moderne Kühltechnik machte sie überflüssig. Es ist fast Sklavenarbeit gewesen, die mächtigen Basaltsäulen herauszubrechen, die tonnenschweren Stücke durch die Schächte nach oben zu schaffen und dann zu Bausteinen oder auch zu Mühlsteinen zu verarbeiten. Wieder an der Oberfläche entledigten wir uns unserer Schutzkleidung, dankten unseren Führern Herrn Flesch und Herrn Ende und verabschiedeten uns.

 

Im nahegelegenen Hotelrestaurant „Hansa“ waren wir zum Mittagessen angemeldet. Bei schmackhaften Speisen und erfrischenden Getränken, unter anderem Bieren aus der benachbarten „Vulkan-Brauerei“, stärkten wir uns für die Weiterfahrt. Richtung Süden ging es dann in der goldenen Herbstsonne durch die Eifel und den Hunsrück bis Frankenthal, wo wir am späten Nachmittag am „Achat Comfort Hotel“ ankamen, unserer Unterkunft für die kommenden zwei Nächte. Als wir unsere Zimmer bezogen, die Koffer ausgepackt und uns frisch gemacht hatten, blieb noch genug Zeit für unsere Unternehmungen ohne Programm, einen kleinen Bummel durch Frankenthals Zentrum und ein gemütliches Abendessen im Brauhaus. Nicht zu spät ging der Tag zu  Ende.

 

Am Montagmorgen nach gutem Frühstück war das Programm zweigeteilt, da an der Besichtigung der BASF von uns leider nur 29 Personen teilnehmen konnten. Um neun Uhr brachte uns Herr Makossa zusammen mit Herrn Robert Woodward, einem ehemaligen Mitarbeiter dieses Unternehmens und guter Bekannter von unserem Vereinsvorsitzenden Jürgen Stamm und seiner Frau Ursel, nach Ludwigshafen zur BASF, wo eine halbe Stunde später die Werksführung beginnen sollte.

 

Der Rest der Truppe wollte sich in der Zwischenzeit bei einer privaten Stadtführung unter Leitung von Gundi Woodward, der Frau von Robert, das Herz Frankenthals mit seinen Sehenswürdigkeiten, wie z. B. der evangelischen Zwölf-Apostel-Kirche und dem Erkenbert-Brunnen vor dem Rathaus, der Fußgängerzone und den Geschäften ansehen.

 

Mittlerweile im Besucherzentrum der BASF in Ludwigshafen angekommen, begrüßte uns die für uns zuständige Besucherbetreuerin Frau Carolina Guiterrez-Rudas und vermittelte uns mit charmanten Worten die Historie des Unternehmens. Gegründet wurde es am 6. April 1865 als Badische Anilin- & Soda-Fabrik in Mannheim, also auf der badischen Seite des Rheins. Schon eine Woche nach der Gründung zog man auf die zur Rheinpfalz gehörende linke Rheinseite nach Ludwigshafen. Unfassbar sind inzwischen die Dimensionen dieses Weltunternehmens. Knapp 112.000 Mitarbeiter an 370 Produktionsstandorten weltweit erzielten 2011 bei einem Umsatz von 73,5 Mrd. € einen Gewinn von 6,2 Mrd. € und machten damit das Unternehmen zum führenden in der Chemiebranche. Der Standort Ludwigshafen erstreckt sich über 6,5 km von Nord nach Süd und über 3 km von Ost nach West und bedeckt dabei eine Fläche von 10 km², das größte zusammenhängende Chemieareal der Welt. Etwa 33.000 Mitarbeiter sind am Stammsitz beschäftigt, davon ca. 5000 allein in der Forschung.

 

Auf dem Weg durch das Besucherzentrum gab es viel Interessantes und Faszinierendes zu entdecken – leider war für das meiste nicht genügend Zeit. Und dann ging es schon zu unserem Bus, mit dem wir auf die Reise durch die unterschiedlichsten Chemieanlagen gingen. Straßenzug um Straßenzug entlang und kreuz und quer fuhren wir durch diese Chemiestadt – sicher gelotst von Frau Guiterrez-Rudas. Sie zeigte uns eine ganze Reihe Anlagen, in denen aus dem Rohstoff Naphtha (2 Mio. t/Jahr), das bei der fraktionierten Destillation von Rohöl gewonnen wird, die unterschiedlichsten Erzeugnisse hergestellt werden. Allein schon die Aufzählung aller Produkte, die hier entstehen, würde den Rahmen dieses Berichts sprengen. Auf den Rohrleitungsbrücken oberhalb der Straßen sind über 2000 km Rohre verlegt, zum Teil so gedrängt, dass kaum das Tageslicht durchscheint. Dieser Bereich wird auch „Kongo“ genannt, denn es ist so düster wie im Dschungel. Auf Straßen mit einer Länge von über 100 Kilometern und auf Gleisen von etwa 230 Kilometern wird der innerbetriebliche Verkehr und Transport abgewickelt. Jeder Mitarbeiter erhält nach 2 Jahren Firmenzugehörigkeit ein eigenes Werksfahrrad für „kurze“ Strecken. 5 Buslinien verkehren auf dem Werksgelände, um das Personal zu transportieren und die Deutsche Bahn fährt drei Personenbahnhöfe mit ihren Zügen an. Jeden Tag werden hier neben ungezählten LKWs etwa 437 Güterwaggons be- und entladen.

 

Im Verlauf dieser Fahrt kamen wir zu den Anlagen für die Methanol-Gewinnung und zur Ammoniak 3 und zur Ammoniak 4. Da sie der ehemalige Wirkungskreis von Robert waren, durften wir sie uns genauer ansehen. Gut gerüstet mit gelben Helmen, Schutzbrillen und Ohrstöpseln entstiegen wir unserem Bus. Ein Mitarbeiter aus diesem speziellen Bereich nahm uns in Empfang und führte uns über das Gelände. Durch Fenster blickten wir hinein in den Leitstand der drei eben erwähnten Anlagen. Dann sahen wir uns die Ammoniak-Produktion genauer an – über Treppen ging es hinauf zu den heißen Öfen.

 

Ammoniak – was ist das eigentlich? NH3 ist bei Raumtemperatur ein farbloses, stechend riechendes, giftiges Gas. Es setzt sich aus einem Teil Stickstoff (N) und drei Teilen Wasserstoff (H) zusammen. Es verflüssigt sich bei minus 33º C. Ammoniak wird aus Erdgas hergestellt. 80% davon gehen in die Düngemittel-Produktion. BASF Ludwigshafen erzeugt ca. 2600 t/Tag.

 

Von der Erdgasstation geht das Gas unter 50 bar Druck als Heizgas mit Dampf vermischt als Prozessgas zu den Reformer-Öfen.

Die Ammoniakanlage 3 wurde Anfang der 1970er Jahre erbaut. Es lief nur die Synthesegas-Erzeugung. Der Wasserstoff verbrannte mit farbloser Flamme in der Fackel, da in der Ammoniak-Synthese eine Regelung gestört war.

Die Ammoniakanlage 4 wurde 1982 von der Fa. Braun erbaut und war ursprünglich für ca. 1000 t/Tag konzipiert, aber heute werden darauf 1500 t/Tag hergestellt.

Wir konnten in die innen mit feuerfesten Steinen ausgemauerten Reformer-Öfen hineinschauen.

Die Brenner an den Wänden erzeugen ca. 700° C, das Prozessgas geht durch die mit Katalysator gefüllten Rohre und wird in H2 und CO gespalten.

In der CO-Konvertierung wird CO und Dampf in CO2 und H2 umgesetzt.

In der Amin-Wäsche wird CO2 bei niedriger Temperatur ausgewaschen, das in der Harnstoff-Anlage wieder verwendet wird.

Das gereinigte Synthesegas wird in der Ammoniak-Synthese bei hohem Druck (größer 200 bar) in einem Kreislauf zu Ammoniak umgesetzt. Durch Abkühlung wird das Ammoniak auskondensiert.

Besondere Anforderungen an die Ammoniak-Anlage sind:

-          energetische Effizienz durch Nutzung der entstehenden Wärmemengen

-          hohe Drücke, hohe Temperaturen

-          brennbare Gase

Das Ammoniak wird weiterverarbeitet zu:

-          Düngemittel (Harnstoff)

-          Melamin (Laminat-Böden, Arbeitsplatten, leichtes Geschirr für Flugzeug und Camping)

-          Add Blue (Diesel-Zusatz zur NOX-Minderung)

 

Mit dem Bus ging es dann Kilometer um Kilometer weiter durch das Gelände und am Rhein entlang, begleitet von vielen interessanten Informationen unserer Betreuerin, zurück zum Besucherzentrum. Hier endete die Besichtigung dieser Weltfirma. Wir bedankten uns bei Frau Guiterrez-Rudas für all das Wissenswerte und die vielen bleibenden Eindrücke, die sie uns in den vergangenen Stunden vermittelt hatte, und verabschiedeten uns von der BASF und von ihr.

 

Dann fuhren wir zurück nach Frankenthal, wo wir uns im Brauhaus „Zur Post“ mit dem anderen Teil der Gruppe treffen wollten und zum Mittagessen angemeldet waren. Die herzhafte Pfälzer Küche und die süffigen Produkte aus den Kupferkesseln im Hause sorgten dafür, dass wir bald wieder fit waren für einen kleinen Spaziergang. Dazu brachte uns Herr Makossa in das kleine Pfalz-Städtchen Freinsheim, dem Zuhause von Gundi und Robert Woodward. Die beiden führten uns dann in der Herbstsonne durch das romantische Zentrum und zeigten uns die Sehenswürdigkeiten. Durch das Eisentor betraten wir den von der sehr gut und fast vollständig erhaltenen spätgotischen Stadtmauer umschlossenen Stadtkern. Wir besuchten den Retzer Park, das Historische Rathaus, die evangelische und die katholische Kirche, den Von-Busch-Hof, das Haintor mit seinem hölzernen Fallgitter, den gewaltigen Zehetscheuer, den Vier-Röhren-Brunnen und manches mehr, von erklärenden Worten Gundis und Roberts begleitet. Zurück ging es dann ein Stück entlang der Außenseite der 1300 m langen Stadtbefestigung.

 

Wie in dieser Ecke Deutschlands üblich landeten wir danach in einer „Woistubb“, nämlich im Weingut Kreuzhof der Familie Herbel. Dort ließen wir es uns dann bei süffigen Weinen des Hauses, manchem Kilo Saumagen und anderen regionalen Spezialitäten gutgehen. Schnell war bei angeregter Unterhaltung der gemütliche Abend vorbei. Nachdem wir uns von der Familie Herbel und auch von Gundi und Robert verabschiedet und uns bei unseren beiden „Pälzern“ für all die Mühe, die sie sich mit uns gegeben hatten, bedankt haben, brachte uns Herr Makossa sicher zu unserem Hotel in Frankenthal zurück.

 

Am Dienstagmorgen wurde nach dem Frühstück das Gepäck verladen und es ging auf der A61 wieder zurück nach Norden Richtung Koblenz. In Sprendlingen gleich neben der Autobahn wartete das nächste Tagesziel auf uns, das Eura Mobil-Werk, ein bekannter Hersteller von Reisemobilen, dessen Fertigung wir uns zeigen lassen wollten. Da wir etwas zu früh waren, konnten wir uns im Reisemobil-Forum schon einmal mit der umfangreichen Produktpalette vertraut machen. Ausgestellt sind Modelle aller Baureihen, ob nun Mobile mit Alkoven, Teilintegrierte oder Vollintegrierte – aber natürlich nicht alle Grundriss-Varianten. Überrascht waren die meisten von uns von der Technik und vom Design, dem Platz und dem Komfort, den diese Fahrzeuge heute bieten. Manch einer hatte doch etwas andere Vorstellungen davon.

 

Frau Rademaker begrüßte uns im Namen von Eura Mobil. In einem kurzen Vortrag erfuhren wir von der über 50-jährigen Geschichte des Unternehmens, das mit der Herstellung von Wohnwagen begann. Die Produktion von Reisemobilen startete 1983. Zu dieser Zeit erfolgte auch die Umbenennung in Eura Mobil GmbH. Inzwischen wurde der Bau von Wohnwagen eingestellt, man konzentriert sich nur noch auf Reisemobile. Man zählt sich zu den Serien-Herstellern, wobei unter Serie eine Losgröße von 20 – 30 Einheiten je nach Modell zu verstehen ist. Seit 2005 gehört das Werk zum internationalen Trigano-Reisemobil-Konzern. 320 Mitarbeiter setzen im Jahr mehr als 100 Mio. € um.

 

Geleitet von Frau Rademaker und Frau Schröder starteten wir in zwei Gruppen zur Führung durch die Produktion. Die erste Station war die Möbelschreinerei, wo auf mehreren CNC-Bearbeitungsmaschinen die Einzelteile für den Bau der Möbel in Kleinserie hergestellt werden. Im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern produziert das Unternehmen die Möbel in Eigenregie. Auf dem Weg zum Beginn des Reisemobil-Aufbaus konnten wir auch einen kurzen Blick in die in einem separaten Gebäude untergebrachte Lackiererei werfen. Die nächste Station war die Möbelmontage, wo aus den vorgefertigten Elementen die Möbel aufgebaut werden – zum Schluss drei Module für das gesamte Fahrzeug – das Bad, der Küchenblock und die Schränke. Dann kamen wir zum Startpunkt des Aufbaus. Das von Fiat angelieferte Ducato-Tiefrahmen-Fahrgestell (mit oder ohne Fahrerkabine, je nachdem, ob ein Alkoven-, ein teilintegriertes oder ein vollintegriertes Fahrzeug entstehen soll), bekommt als erstes den vormontierten Eura-typischen Doppelboden als Basis aufgesetzt. Im nächsten Schritt werden die Sicherheitsgurt-Gestelle am Fahrzeugrahmen verschraubt. Dann rollt man das Rohfahrzeug eine Station weiter, was je nach Modell einer Taktzeit zwischen einer bis zwei Stunden entspricht. Da bei der Serienfertigung der Aufbau von innen nach außen erfolgt, werden zuerst die Möbelmodule aufgesetzt und mit der Technik wie Herd und Kühlschrank komplettiert. Danach erst fügt man die in Italien gefertigten Seitenwände und die Rückwand, bestehend aus einer 30 mm dicken dreilagigen holzfreien Sandwich-Konstruktion mit einer GFK-Außen- und Innenschicht und einer zwischenliegenden geschlossenzelliger Hartschaum-Isolierung, bei Integrierten auch die Bugmaske, ein und verklebt sie. Erst am Ende wird das Dach und der Alkoven oder die Dachhutze über dem Fahrerhaus aufgesetzt – der Aufbau der Kabine ist damit abgeschlossen. Mit der Montage der Tür, der Klappen, der Fenster und der Dachluken wird der Aufbau komplettiert. Bei der Einzelfertigung von Mobilen, also meistens bei individuellen Luxusmodellen, geht man umgekehrt vor, baut von außen nach innen, also zuerst die Kabine und dann die Möbel und die Technik. Selbstverständlich erfolgt nach jedem Arbeitsschritt die erforderliche Kontrolle. Am Ende wird das fertige Produkt noch einmal einer abschließenden umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen, dabei festgestellte Mängel behoben und die vom Kunden noch gewünschten Extras eingebaut. Danach wird das fertige Reisemobil seinem Besitzer hoffentlich viel Freude und schöne Stunden bereiten.

 

Zurück im Forum wartete ein vorbereiteter Camper-Imbiss auf uns, die Gelegenheit, um uns zu stärken und miteinander über das eben Gesehene zu sprechen. Bis zu Weiterfahrt blieb auch noch Zeit, sich manches an den ausgestellten Fahrzeugen noch einmal genauer anzusehen. Zum Abschied bedankten wir uns bei Eura Mobil, bei unseren Guides Frau Schröder und vor allem bei Frau Rademaker, weil sie uns mit der kurzfristigen Zusage zu dieser Werksbesichtigung sehr geholfen hatte. Vielleicht denkt doch der eine oder andere jetzt einmal daran, seine Freizeit oder seinen Urlaub auf eine etwas mobilere Art und Weise zu verbringen

 

Da noch genügend Zeit blieb, hatten wir uns entschlossen, nicht über die Autobahn, sondern entlang des Rheins nach Hause zu fahren. Hinter Bingen kam dann auch die Sonne aus dem Grau zum Vorschein und tauchte das wunderschöne Rheintal mit dem bunten Laub der Bäume und der Rebstöcke in goldenes Herbstlicht. Herr Makossa steuerte Wissenswertes und auch mal eine Geschichte zu den Burgen und den anderen Sehenswürdigkeiten bei. In Andernach war noch eine Fahrpause angesagt, die wir zu einem Bummel in die Altstadt oder zu einem Café-Besuch nutzten. Auf der B9 fuhren wir dann weiter am Rhein entlang bis Bonn und von da auf der Autobahn bis Solingen, wo uns Herr Makossa am frühen Abend wieder wohlbehalten an unseren Ausgangspunkten aussteigen ließ – vielen Dank für seine ausgezeichnete Fahrweise – und für all die Kleinigkeiten, die der Grund sind, warum wir immer wieder gern mit ihm unterwegs sind.

 

Danken möchten wir aber nochmals vor allem Herrn Robert Woodward, der uns mit seinen guten Beziehungen zu seinem ehemaligen Arbeitgeber, der BASF, die Türen dorthin zu einer sonst in diesem Rahmen nicht durchführbaren Werksbesichtigung geöffnet hat.

 

Und am Ende ist auch dem Team zu danken, das diese gelungene Fahrt geplant und organisiert hat, vor allem aber Jürgen und Ursel Stamm, die uns wieder einmal mit ihren privaten Kontakten Zugang zu sonst nicht einsehbaren Bereichen schafften.

 

 

 

Gerhard Moch (Schriftführer)