4-Tagesfahrt in die Seestädte Bremerhaven und Bremen - Bremerhaven zu Lande, vom Wasser und aus der Luft

Sonntag, 10.05.2009: 1. Tag:

Mit dem „Starliner“ der Fa. Wiedenhoff und Herrn Hartmut Markossa am Steuer, fuhren 41 Teilnehmer am Muttertag gen Norden. Nach einer problemlosen Fahrt –Kaffeepause inbegriffen- wurde mittags der Fischereihafen in Bremerhaven erreicht.

Vor Ort: großer Trubel, Hafenfest, Oldtimershow, Schlemmerpromenade in der ehemaligen Fisch-Packhalle IV, alte Schiffe im Hafen, Modellboote und vieles mehr.

Es wurde dem „Atlanticum“ ein Besuch abgestattet. Hier tummeln sich in einem Meerwasseraquarium (115.000 l) Wolfsbarsch, Scholle, Rochen, Katzenhai, Kabeljau und Co. Ein Spiegelkaleidoskop erklärt die Entstehung der Erde, die arktische Raum-, die Meeres- und Polarforschung, Arbeiten im Fischereihafen und Impressionen der norddeutschen Küstenlandschaft runden das Bild ab. Alles sehr interessant!

Am späten Nachmittag Einchecken im City-Hotel, ansprechend und sauber.

Danach ein gemeinsames Abendessen im Restaurant „Strandhalle“ an der Deichpromenade – sehr exklusiv und gut. Der Tag endet mit einem Absacker im Hotel.

 

Montag, 11.05.2009: 2. Tag:

Ausgeruht und mit einem guten Frühstück gestärkt, bestieg die Gruppe vormittags den Doppeldecker-Hafenbus,  nur mit ihm ist es möglich, in das Handelshafengelände zu kommen. Es folgte eine 2-stündige faszinierende Fahrt durch die Hafenwelt Bremerhaven: Der Container-Terminal mit tausenden Containern, die hoch aufragenden Van-Carrier, die längste Stromkaje der Welt und die riesigen Verladebrücken. Dann der Auto-Terminal mit ca. 80.000 eingelagerten PKWs und den z.Z. stillgelegten, riesigen Auto-Transportschiffen –Weltwirtschaftskrise lässt grüßen.

Dies alles wurde im Bus ausführlich erklärt.

Nach dem Mittagessen in der „Letzte Kneipe vor New York“, einem typisch urigen Hafenrestaurant, folgte die Besichtigung der Lloyd-Werft. Begrüßung und Einleitung durch den Betriebsleiter. Mit einem Film wurden die technischen Fähigkeiten der Werft vermittelt: Umbauten der verschiedensten Schiffstypen, mannigfaltige Reparaturen, vermehrt auch Neubauten, Schiffsverlängerungen durch Einfügen von neuen Zwischenteilen. Ein sehr informativer Tag.

Der Abend wurde im Hotel verbracht.

 

Dienstag, 12.05.2009: 3. Tag:

Nach gutem Frühstück und mit guter Laune ging es heute zur Hafenrundfahrt. Am Neuen Hafen Südkaje wartete die Barkasse „Lady Sunshine“, damit wir diesmal die Häfen vom Wasser aus erkunden konnten. „Dicke Pötte“, Kaianlagen, Docks, Werften: zu allem wusste der Kapitän viel Interessantes und Amüsantes zu berichten.

Anschließend wurde die Aussichtsplattform des „Sail City-Hotel“ geentert. Aus 90m Höhe von diesem neuen Wahrzeichen Bremerhavens hatten wir einen atemberaubenden Blick über die Stadt, die Weser und das ganze Umfeld. Hier betrachteten wir die Häfen „aus der Luft“. Wir waren begeistert!

Am Nachmittag war „Freizeit“ angesagt, jeder konnte auf eigene Faust und nach eigenem Vermögen die Stadt erkunden. Deutsches Schifffahrtsmuseum, Auswandererhaus, Zoo am Meer, Museumsschiffe, Eisessen, Kaffeetrinken, Shoppen waren möglich.

Detaillierte Auskünfte gibt es unter www.bremerhaven.de nachzulesen.

Zum Ausklang des Tages ging es zum gemeinsamen Abendessen auf die echte alte Windjammer „Seute Deern“, umgebaut zu einem Restaurant.

(Diese heutige Dreimastbark wurde 1919 als Viermastgaffelschoner „Elizabeth Bandi“ in den USA gebaut: 53,50m lang, 11,30m breit, Raumtiefe 4,57m, 767 BRT – nach einigen Besitzerwechseln 1938 in Hamburg zur Dreimastbark umgebaut. Näheres unter www.seutedeern.de ).

Im ehemaligen Laderaum lässt sich bei gemütlicher maritimer Atmosphäre gut speisen und trinken.

Die „Seute Deern“ ist der größte im Original erhaltene hölzerne Frachtsegler der Welt mit einer Länge von 75,50m.

 

Mittwoch, 13.05.2009: 4. Tag:

Nach dem Frühstück und Räumen des Hotels ging es zum „Alfred-Wegener-Institut“, einer 1980 gegründeten Stiftung zur Polar- und Meeresforschung (Näheres unter www.AWI.de).

Hier nur kurz: Alfred Wegeners (1880 -1930) wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine erst postum anerkannte Theorie der Kontinentalverschiebung, die zu einer wesentlichen Grundlage für das heutige Modell der Plattentektonik geworden ist.

(siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Wegener )

Das AWI unterhält das Forschungsschiff „Polarstern“ und die im Frühjahr 2009 eröffnete „Neumayer-Station III“ in der Antarktis.

Mit nachhaltigen Eindrücken wurde Abschied genommen.

Die Rückfahrt wurde zum Mittagessen im „Gasthof Bathmann“ in Loxstedt/Hahnenknoop unterbrochen und danach nochmals in Bremen, um die private Kaffeerösterei „Münchhausen“ zu erkunden (www.muenchhausen-kaffee.de ).

Diese wurde 1935 gegründet, der Flair aus der Gründerzeit konnte bis heute in musealer Art erhalten werden. Nostalgie pur, positive extreme Reizung der Geruchsnerven. Der Röstmeister und die Enkelin des Gründers wussten die Geschichte der Firma, die Röstung von Kaffeebohnen und viele Geschichten um Kaffee und Familie zu berichten. Viele Teilnehmer kauften unterschiedliche Sorten des Kaffees, der in einer solchen Frische und Weise Seinesgleichen sucht.

Im Bus gab es dann noch eine Überraschung: für jeden Teilnehmer eine Tüte „Festtagsmischung“ und ein Päckchen Zuckerschiffchen.

Die Heimfahrt endete um 21:00 Uhr in Solingen.

 

Fazit der 4-Tage-Reise:

Die Organisatoren Ursula und Jürgen Stamm haben eine großartige Tour erstellt und eine logistische Meisterleistung erbracht. Alle Termine konnten pünktlich abgewickelt werden. DANKE!!!

Aber auch den Teilnehmern ist zu danken: sie waren immer zeitgerecht zur Stelle.

Übrigens: das Wetter war wie immer, kein Regen, wenige Wolken, viel blauer Himmel mit Sonnenschein, eben VTI-Wetter! Aber das wollen wir nicht auch noch den Organisatoren anlasten.

 

(Herbert Clemens)

 

 

 

Auch Herr Markossa, unser Busfahrer, hatte einen sehr schönen Schlafplatz!